Betriebsbesichtigung bei „Koller Formenbau“

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Erfolgsgeschichte aus der Garage

Arbeiten können, wo man lebt: Das ist einer der wichtigen Grundpfeiler im Konzept von jura2000. Deshalb besucht jura2000 einmal jährlich heimische Betriebe, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Am 16. Juni 2009 waren Vereinsmitglieder und Interessierte zu Gast bei „Koller Formenbau“ in Oberbürg.

Gut 50 Teilnehmer – darunter der Dietfurter Bürgermeister Franz Steühan und seine Beilngrieser Amtskollegin Brigitte Frauenknecht – hatten sich zur Betriebsbesichtigung eingefunden, um mit dem Brüderpaar Max und Thomas Koller deren Firma zu erkunden. Ihre Geschichte ist eine Erfolgsgeschichte: Was 1994 mit einer Fräsmaschine in einer Garage begann, ist heute ein Betrieb mit mehr als 500 Mitarbeitern an drei Standorten. Max Koller ist dabei für den kaufmännischen Bereich und die Einholung der Aufträge zuständig, sein Bruder Thomas betreut den technischen Teil.

Der Dietfurter Ortsteil Oberbürg ist dabei nach wie vor der Hauptstandort der Firma, die ihren Kunden von der Entwickung bis zur Serienproduktion die ganze Palette des Formenbaus anbietet. In Oberbürg arbeiten 120 Mitarbeiter, 300 im 1999 gegründeten Betrieb im ungarischen Pesc. Am dritten Standort in Schwaig bei Nürnberg stehen etwa 100 Mitarbeiter in Lohn und Brot. Vier Millionen Euro hat die Firma 2008 und 2009 in den Hallenbau investiert, weitere dreieinhalb Millionen steckten sie in die Maschinen.

Der erste Auftraggeber – damals noch in der Garage – war Audi Ingolstadt. Und auch heute noch gehen 99 Prozent der Koller-Produkte an die Automobilindustrie. Kurzarbeit oder Entlassung sei kein Thema: Die Auftragsbücher für das ganze Jahr sind voll, der Jahresumsatz liegt bei über 30 Millionen Euro. Gearbeitet wird in drei Schichten rund um die Uhr, mehrere Zertifikate und Urkunden, darunter sogar der „Kunststoff-Oscar“, bescheinigen „Koller Formenbau“ Qualitätsarbeit.

Und auch in Sachen Ausbildung macht sich „Koller Formenbau“ stark: Die Firma hat derzeit am Standort Oberbürg rund 30 Auszubildende in unterschiedlichen Berufen. Überhaupt verfügt der Betrieb einen sehr jungen Mitarbeiterstamm und auch „Branchenfremde“ wie ehemalige Maurer oder Zimmerer werden hier angelernt. Die Qualitätsarbeit kommt an bei den Kunden – unter den Abnehmern finden sich sogar noch welche, die „Koller Formenbau“ schon seit den „Garagentagen“ die Treue halten.
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